Zukünftige Veranstaltungen

Veranstaltungen, die nicht in der Verantwortung des Vereins "Ehemalige Synagoge" liegen, finden Sie unter www.hemsbach.de.

Gedenken an die Deportation der letzten Hemsbacher Juden nach Gurs -Verdrängung und Verleugnung nach 1945 am Beispiel eines Dorfes

Datum: Montag, 22.10.2018
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ende: 20:30 Uhr
Referent und weitere Mitwirkende: Thilo Figaj, Lorsch
Kooperationspartner: Stadt Hemsbach
Ort: Ehemalige Synagoge Hemsbach
Beschreibung: Nach der Verlesung der Namen der am 22.Oktober 1940 deportierten Hemsbacher Juden wird der Referent über seine Erfahrungen bei der zähen Aufarbeitung des gegen Juden begangenen Unrechts am Beispiel von Lorsch berichten. Wie andernorts auch, wurde die Beraubung und Entrechtung der jüdischen Mitbürger in der NS-Zeit als ein von außen über den Ort gekommenes Ereignis nacherzählt. Dem Pogrom 1938 hätte man mehr oder weniger machtlos gegenüber gestanden. Die Mauer des Schweigens hielt auch nach Jahrzehnten und trotz der an Jahrestagen üblichen Nachforschungen. Mit der Zeit verfestigte sich eine mehr oder weniger gesichtslose Täter- / Opfererzählung, die erst mit Fristabläufen der Archive persönliche Konturen gewann: wenn überhaupt jemand danach suchte. Gräbt man tiefer, tauchen bis in die Gegenwart Versatzstücke aus der Terrorzeit auf, die helfen Lügengeschichten der Nachkriegszeit zu entlarven. Deren Verfasser haben sich zu Komplizen der Nazi-Täter gemacht. Sie sind es, für die Ralph Giordano den Begriff von der zweiten Schuld geprägt hat. Genau wie im November 1938 kamen sie nicht von außen.

Dokumentarfilm: "Auserwählt und ausgegrenzt" - Der Hass auf Juden in Europa

Datum: Montag, 12.11.2018
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ende: 21:30 Uhr
Referent und weitere Mitwirkende: Joachim Schröder, Regisseur und Produzent
Ort: Brennessel-Kino Hemsbach
Beschreibung: „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ heißt ein 90-minütiger Dokumentarfilm von Joachim Schroeder und Sophie Hafner

Der Film, gedreht für den WDR und arte, durfte lange nicht gezeigt werden. Erst, als "Bild" den Film zugänglich machte, zeigten ihn auch die Fernsehanstalten.

Joachim Schröder stand mit seiner Kollegin im Fokus der Auseinandersetzungen. Er wird im Gespräch nach der Vorführung zum Film und zu den Konflikten Stellung nehmen.