Geschichte und Aufgaben

Im Jahr 1984, noch während der Renovierungsarbeiten des stark beschädigten und verwahrlosten Gebäudes der ehemaligen Synagoge durch die Stadt Hemsbach bildete sich der Verein „Ehemalige Synagoge Hemsbach“. Er hat sich in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung zur Aufgabe gemacht, die fast vergessenen, unmittelbar sichtbaren Zeugnisse der jüdischen Ortsgeschichte – Synagoge, Mikwe und Friedhof – in der Erinnerung wieder lebendig werden zu lassen.

Eine Projektgruppe der Schillerschule Hemsbach hatte zuvor unter Anleitung ihrer Lehrerin Frau Margret Richter eine eindrückliche Dokumentation der Geschichte der Hemsbacher Bürger jüdischen Glaubens unter dem Titel „Spuren – Erinnerungen“ erstellt und damit den Grundstein für die örtliche Erinnerungskultur gelegt.

So findet seitdem alljährlich zum Gedenken an die Deportation der badischen Juden am 22. Oktober 1940 eine Veranstaltung statt. Der aus der o.g. Projektgruppe hervorgegangene „Förderverein ehemalige Synagoge Hemsbach“ lädt dreimal im Jahr zum Tag der offenen Tür in die ehemalige Synagoge ein und verwendet dabei die von der o.g. Schülergruppe erarbeiteten Unterlagen. Die Termine werden frühzeitig auf dieser Homepage bekannt gegeben.

Wir bieten zudem auf Anfrage Führungen in der ehemaligen Synagoge und auf dem Friedhof an.

Der Verein hat es sich im Sinne der Erinnerungskultur zur Aufgabe gamcht, zu den wenigen noch lebenden ehemaligen jüdischen Bürgern Kontakt zu halten. Diese nehmen an unserer Arbeit mintensiv Anteil.

Seit 1987 finden im Gebäude auch vom Verein initiierte öffentliche Veranstaltungen statt: Vorträge, Lesungen, Seminare, Konzerte. Diese Veranstaltungen haben zum Ziel, nicht nur die Erinnerung an die jüdische Geschichte wachzuhalten, sondern mit gleichem Nachdruck die Situation von Juden heute hierzulande und in Israel wahrzunehmen.